Linsenrasterdruck - 3D Bilder ohne Brille

Ob in Film oder Fotografie, 3-D-Technik nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Lange Zeit wurden 3D-Effekte bei Bildmedien durch den zusätzlichen Einsatz von 3D-Brillen ermöglicht. Eine vielversprechende Alternative ist der Linsenrasterdruck. Linsenrasterbilder erzeugen über kleine optische Linsen einen räumlichen Eindruck. Der 3D-Effekt entsteht so auch ohne weitere optische Hilfsmittel. Anstelle der räumlichen Illusion kann dem Betrachter auch der Eindruck eines Wechselbildes vermittelt werden, vergleichbar mit Hologrammen.

Mit Linsenrastertechnik ist es möglich, unterschiedliche Bilder in einem Druckerzeugnis zu vereinigen. Die Phasen, in denen sich der Bildeindruck verschiebt, werden von der Bildauflösung und der Linsengröße bestimmt. Alternativ zu räumlichen Effekten kann auch ein Bildwechsel erzeugt werden - Lentikluarbilder dieser sind als Wechsel- oder Wackelbilder bestens bekannt. Ähnliche Effekte werden mit der Parallaxbarrierentechnik erzeugt, die im Unterschied zum Linsenrastersystem aber kleine schrägstehende Sichtbarrieren verwendet. Zur Herstellung von Linsenrasterbildern nimmt man zwei oder mehr Bilder stereoskopisch, d.h. im Augenabstand, auf. Dies geschieht mit sogenannten Stereokameras. Für die Bildqualität und die Erzielung des gewünschten Effekts sind die Objektgröße, die Entfernung zum Objekt, die Objekttiefe, die Linsenrastergröße, die Brennweite des Kameraobjektivs und der Maßstab der Abbildung entscheidend. Zur Aufnahme bewegter Objekte wird eine spezielle Mehrlinsenkamera eingesetzt.

Die Verarbeitung von Linsenrasterbildern erfolgt digital über eine Computersoftware. Danach wird das fertige Bild auf eine Linsenrasterfolie mit einer speziell präparierten Linsenoberfläche laminiert. Die Linsenplatte ist so beschaffen, dass sie je nach Blickwinkel den Blick des Betrachters auf einen anderen Bildstreifen lenkt. Für den räumlichen Eindruck sorgt der Augenabstand. Jedes Auge erhält seinen Blickwinkel, so dass die Abbildung im Gehirn zum vollständigen 3D-Bild ergänzt wird. Die so genannten Wechsel- oder Wackelbilder entstehen bei der Betrachtung des Bildes aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Linsenrasterdruck wird für brillenlose 3D-Displays und den Lentikulardruck verwendet. Linsenrasterbilder werden gewöhnlich in kleinen Formaten bis zur Postkartengröße angefertigt. Mittlerweile sind Bildgrößen von bis zu 2,40 Metern möglich. Über ein Lentikular für Bilder derartiger Größe verfügt die WTC Station in Boston.

Alternativ zu räumlichen Effekten kann auch ein Bildwechsel erzeugt werden - Lentikluarbilder dieser sind als Wechsel- oder Wackelbilder bestens bekannt.